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Umweltbelastung durch Einzelfeuerung

Viele Millionen Kleinfeuerungsanlagen (im Wesentlichen Heizungsanlagen für die Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser) geben ihre Schadstoffe (Emissionen) an die Luft ab. Gerade in Gebieten, die dicht besiedelt sind, können diese Anlagen zu einer starken Belastung der Luft in Bodennähe führen (Immissionsbelastung).

  • Die Quellhöhe dieser Emissionen ist in der Regel gering. Daraus resultiert ein höherer Immissionsanteil der Kleinfeuerungen in diesen Gebieten.
  • Die Emissionen wirken sich besonders bei Smogwetterlagen aus. Der Anteil der Schadstoffbelastung der Luft, verursacht durch diese Anlagen, kann dann stark ansteigen.

Umweltentlastung durch Fernwärme

Mit jedem Anschluss an die Fernwärmeversorgung vermindert sich die Anzahl der schadstoffabgebenden Kamine in unserem Versorgungsgebiet. Fernwärmeerzeugungsanlagen unterliegen hohen Umweltauflagen.

Fernwärme hilft Energie sparen. Sie nutzt die knapper werdenden Primärenergieträger besonders wirtschaftlich aus und hilft mit, dass die technische Zivilisation uns – und der Natur – nicht über den Kopf wächst.

Fernwärme – eine Form des Heizens, die unser direktes Lebensumfeld schützt und Frucht unserer Verantwortung ist.

Was ist Fernwärme?

Fernwärme wird zentral in einem Heizkraftwerk oder Heizwerk erzeugt. Als Wärmeträger dient im allgemeinen Wasser, das über ein Rohrleitungssystem zu den Verbrauchern gelangt. Dort gibt das Heizwasser in Heizkörpern oder Wärmetauschern Wärme zum Heizen oder zur Erwärmung von Warmwasser für Haushalt und Gewerbe ab. Das abgekühlte Wasser fließt dann wieder zum Kraftwerk zurück, wo es erneut aufgeheizt wird. Die Fernwärmeversorgung ist demnach nicht anderes als ein großes Zentralheizungssystem. Anstelle eines einzigen Gebäudes werden ganze Stadtteile mit gebrauchsfertiger Heizwärme versorgt.

Wie entsteht Fernwärme?

Im Heizkraftwerk verbrennt zum Beispiel Gas. Die Verbrennungswärme erhitzt das Wasser zu Dampf, der zunächst eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt. Aus ihm wird anschließend Fernwärme in Form von Dampf oder Heizwasser erzeugt, die das Heizkraftwerk verlässt. Heizwerke dienen der reinen Wärmeerzeugung.

Die Rathenower Wärmeversorgung betreibt aber ein BHKW.

Ein BHKW ist eine kompakte Anlage, die Wärme und Strom gleichzeitig erzeugt. Ihre hohe Effizienz erlangt sie durch Kraft-Wärmekopplung: Ein Motor treibt einen Generator an. Hierbei entsteht Wärme, auch im Kühlwasser und in den Abgasen des Motors, die sich in herkömmlichen Kraftwerke einfach verflüchtigt. Ein BHKW nutzt diese Wärme zum Heizen. Der Energienutzungsgrad beträgt 80 bis 90 Prozent – gegenüber 30 bis 45 Prozent bei herkömmlichen Technologien! So wird der CO2-Ausstoß um 30 Prozent verringert. Und je emissionsärmer der verwendete Brennstoff, umso weniger klimarelevante Gase gelangen in die Umwelt. Deshalb wird ein BHKW idealerweise mit Erdgas betrieben, der emissionsärmsten fossilen Energieart.

Was leistet unser BHKW?

Die BHKW-Anlage ist für eine Gesamtleistung von 32 Megawatt Wärme und drei Megawatt Strom konzipiert. Zur Spitzenlastabdeckung liefert das Heizwerk Parkstraße zusätzlich 20 Megawatt Wärme. Seit der Inbetriebnahme 1994 haben wir das Fernwärmenetz stetig erweitert. Mittlerweile betreiben wir ein Netz von 40 Kilometern mit über 200 modernen Hausanschlussstationen. Die EMB beliefert unser BHKW mit rund 100 Millionen Kilowattstunden Erdgas pro Jahr. Mit unserer Anlage versorgen wir heute über 65 Prozent der öffentlichen und privaten Gebäude der Stadt Rathenow.

Wie kommt die Fernwärme zum Verbraucher?

Die Fernwärme wird durch Vor- und Rücklaufleitungen, ähnlich wie bei der Heizung in Ihrem Hause, mit Heizwasser oder Dampf aus dem BHKW zu Ihnen transportiert. Dabei sorgen wir dafür, dass je nach Außentemperatur die Fernwärme mit der notwendigen Vorlauftemperatur zu Ihnen kommt. Die Fernwärme wird in gut isolierten Rohren überwiegend unterirdisch zum Kunden transportiert.

Wärmeübergabe

Die Stelle, an der wir die Fernwärme an unsere Kunden liefern, wird die Hausanschlussstation (HAST) eingebaut. Sie befindet sich in einem gesonderten Kellerraum des Gebäudes oder dem Keller des Nachbarhauses. Die Hausanschlussstation kann Eigentum der Rathenower Wärmeversorgung GmbH oder Eigentum des Kunden sein. Eine Anschlussgebühr wird nicht erhoben. Der Kunde zapft über seinen Hausanschluss soviel Wärme ab, wie er zum Heizen und zur Warmwasserbereitung benötigt. Die HAST im Keller ist die Nahtstelle zwischen der Leitung des Versorgungsunternehmens und der Heizungsanlage im Haus.

Wärmeverkauf

Unser Fernwärmepartner ist in aller Regel der Hauseigentümer. Mit ihm werden der Fernwärme-Lieferungsverträge abgeschlossen. Der Verbrauch wird über Messgerät festgestellt und zugeordnet. Weiterhin kann der Kunde mit uns einen Servicevertrag für die Hausanschlussstation abschließen. Dieser Vertrag enthält die Wartung, Betreuung und den Störungsdienst für die Heizzentralen.

Vorteile für den Verbraucher

  • Hohe Versorgungssicherheit,
  • weil Fernwärme immer verfügbar ist
  • Keine Verbrennung im Haus,
  • weil Fernwärme gebrauchsfertig geliefert wird
  • keine Abgaskontrollen, der Schornstein wird überflüssig
  • weil keine Verbrennung im Haus erfolgt
  • Geringer Betriebs- und Wartungsaufwand, (Servicevertrag)
  • weil technisch ausgereifte, wenig störanfällige Bauteile eingesetzt werden.

Anschlussbedingungen

Fernwärme

Aus dem Fernwärmenetzplan können Sie ersehen, wo bereits Häuser an das Fernwärmenetz angeschlossen sind. In konzentrierten Bereichen ist der Anschluss problemlos. Mit allen Kunden wird ein Fernwärmeversorgungsvertrag abgeschlossen. Grundlage für die Versorgung mit Fernwärme ist die Verordnung über allgemeine Bedingungen für die Fernwärmeversorgung AVB FernwärmeV.

Nahwärme

Die Rathenower Wärmeversorgung GmbH bietet auch Nahwärmeheizzentralen an. Diese können in Gebieten eingesetzt werden, in denen das Leitungsnetz nicht so konzentriert ist. Mit dem Eigentümer wird ein Contracting-Vertrag abgeschlossen. Die Nahwärmelieferung erfolgt über gasbefeuerte Heizstationen, die sowohl einzelne Häuser als auch mehrere Häuser mit Wärme und Warmwasser versorgen können.

Wenn Sie von uns ein Wärmelieferangebot wünschen, geben Sie uns bitte folgende Parameter an:
  • Name und Adresse des Eigentümers, mit Telefonnummer
  • Name und Adresse des Verwalters
  • Adresse des Gebäudes
  • Normwärmebedarf des Gebäudes
  • Anschlussdatum
  • Anzahl der Wohnungseinheiten

Sollten Sie noch Fragen zu den gewünschten Angaben haben, beraten wir Sie gern.

Rathenower Wärmeversorgung GmbH

1968 Baubeginn des Heizwerkes Rathenow Ost
19.10.1969 nahm das Heizwerk Rathenow Ost mit einer Leistung von 18,6 MW mit 4 Dampfkesseln seinen Betrieb auf.
1969 Die ersten 120 Wohnungen werden in Rathenow Ost mit Fernwärme versorgt
1970 Gründung des "VEB Wärmeversorgung Rathenow"
1972 / 73 wurde das Heizwerk Ost um zwei weitere Dampfkesselanlagen erweitert
1975 Übernahme der Fernwärmeversorgung der Stadt Premnitz durch die "VEB Rathenower Wärmeversorgung".
1977 2.152 Wohnungen wurden bereits mit Fernwärme versorgt. Weiterhin wurden zwei kombinierte Kindereinrichtungen, zwei Krippen, zwei Schulen mit Turnhalle, die Kaufhalle, die Schwimmhalle, 260 WE Haesler Bauten sowie die Gebäude des Hochbaukombinates versorgt.
1980 wurde das Fernwärmenetz neben dem Standort Rathenow Ost in andere Stadtgebiete erweitert und Fernwärmetrassen zum Krankenhaus, Feierabend- und Pflegeheim Forststrasse und dem Komplex des Rates des Kreises verlegt.
1986 wurde das Heizwerk Rhinow übernommen und damit die Fernwärme und Warmwasserversorgung.
1989 Das Heizwerk Rathenow Ost versorgte neben den öffentlichen Einrichtungen 2.700 Wohnungen mit Fernwärme. Der Anschlusswert des Heizwerkes Rathenow Ost betrug 26,7 MW.
1990 Der "VEB (K) Wärmeversorgung Rathenow" wurde unter Verwaltung der Treuhandanstalt in eine GmbH umgewandelt.
1991 Inbetriebnahme des Heizhauses Parkstraße mit einer Leistung von 5 MW als Ölheizwerk.
1992 Auf der Grundlage des Einigungsvertrages erwarb die Stadt Rathenow zum symbolischen Rückkaufwert von einer Deutschen Mark die Wärmeversorgung GmbH.
1993 Bau des Blockheizkraftwerkes Rathenow Ost mit einer Leistung von 3,15 kW Strom und 30 MW Wärme. Am 15. August 1993 erfolgte der erste Spatenstich.
1994

Am 20. Januar wurde aus dem neuen BHKW die erste Wärme geliefert.

Das alte Heizwerk wurde schrittweise außer Betrieb genommen und Ende Mai 1994 abgerissen.

Die Stromerzeugung wurde ab Mai 1994 in Betrieb genommen. Das BHKW speiste mit einer Spannung von 15.000 V eine Leistung von 3,15 KW in das Netz der MEWAG ein.

1994 bis 1999 wurden die Netze erweitert und in über 200 Wohnquartieren indirekt betriebene Hausanschlussstationen und Brauchwasseranlagen installiert.
Über 15 km Fernwärmetrassen wurden neu errichtet, u.a. von Rathenow Ost zum Dunckerplatz und von der Bahnhofstraße zur Parkstraße. Von der Parkstraße wurde eine weitere Trasse durch die Puschkinstraße, Berliner Straße bis zur Schleusenstraße und zum Kulturhaus gebaut. Durch ein errichtetes Ringsystem können die Inselheizhäuser im Verbund gefahren werden.
1997 Das Heizhaus Parkstraße wird von Öl auf vollautomatischen Erdgasbetrieb umgebaut.
1999 bis 2003

wurden weitere Fernwärmetrassen errichtet und u.a. der Zietenpark, die Mehrzweckhalle und die Stadtverwaltung angeschlossen.

Der Versorgungsgrad der Stadt Rathenow mit Fernwärme wurde von 41 % auf 65 % erhöht.

01.04.2003 wurde die städtische Schwimmhalle von der Stadt Rathenow gekauft.
18.03.2004

Kauf Grundstück Wolzensee (ehemals "Haus am See"). Nach längeren Verhandlungen kauften wir dieses Grundstück zurück.

Da die auf dem Gelände befindlichen Gebäude durch Brand und Vandalismus völlig zerstört waren und jeglicher Bestandsschutz an Baurecht verfallen war, hat die Geschäftsleitung in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und dem Gesellschafter beschlossen, die maroden Gebäude abzureißen und eine Naturfläche für die Bürger der Stadt Rathenow zu schaffen.

21.06.2004 Freigabe der beräumten Fläche am Wolzensee für die Bevölkerung
10.08.2007 Grundsteinlegung für das Blockhaus am Wolzensee
10.04.2008 Eröffnung der Gaststätte "Blockhaus am Wolzensee"
01.10.2006 Das Unternehmen hat, bei dem die Stadt Rathenow alleiniger Gesellschafter ist, ab diesem Zeitpunkt die Wartung und Instandhaltung von kommunalen Straßenbeleuchtungseinrichtungen, Lichtsignalanlagen und Marktverteilerkästen sowie die Erbringung von damit im Zusammenhang stehenden Serviceleistungen im Gewerk Elektro übernommen.
02.10.2009 40 Jahre Fernwärme in Rathenow
2010 Inbetriebnahme einer 50,90m x 24,65 m großen Photovoltaikanlage
01.01.2012

Die Rathenower Wärmeversorgung GmbH übernimmt den Betrieb des Gasnetzes im Stadtgebiet Rathenow sowie der Ortsteile Semlin, Göttlin und Steckelsdorf.

Die Rathenower Wärmeversorgung betreibt seit 2010 eine 50,90m x 24,65 m große Photovoltaikanlage auf dem Betriebsgelände. Die Anlage hat eine Gesamtleistung von 49,115 kWp. So leistet die Rathenower Wärmeversorgung Ihren Beitrag zur Gewinnung von umweltfreundlichem Strom und der Vermeidung von CO2 Ausstoß.

Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Günter Rall (FH)
Telefon: 03385 5737-0

Sekretärin
Simone Kopisch
Telefon: 03385 5737-0

Kaufmännischer Bereich

Kaufmännische Leiterin
Dipl.-Kff. Antje Pokorny
Telefon: 03385 5737-14

Mitarbeiterinnen Buchhaltung
Simone Kopisch
Telefon: 03385 5737-0

Kathleen Tempelhagen
Telefon: 03385 5737-21

Technischer Bereich

Leiter Technik
Renè Borchert
Telefon: 03385 5737-16

Bereichsleiter Elektro
Dirk Lunow
Telefon: 03385 5737-15

Schwimmhalle

Bruno-Baum-Ring 106
14712 Rathenow

Leitender Schwimmmeister
Andreas Lepert
Telefon: 03385 509933

Montag bis Donnerstag 07:00 Uhr - 15:30 Uhr
Freitag 07:00 Uhr - 13:00 Uhr

Die Geschäftsfelder der Rathenower Wärmeversorgung GmbH sind vielfältig. Die Hauptaufgabe ist die Versorgung der Stadt Rathenow mit Fernwärme und die Erzeugung von Strom. Des Weiteren betreibt die Rathenower Wärmeversorgung GmbH auch die Rathenower Schwimmhalle und ist Eigentümer des Blockhauses am Wolzensee und der Naturbadestelle.

Für die Stadt Rathenow wird die Wartung und Pflege der kommunalen Elektroanlagen, wie Straßenbeleuchtung und Ampelanlagen sowie der Elektroservice übernommen. Aber auch der Betrieb einer Photovoltaikanlage und die Vermietung von Parkplätzen und Mobilfunkantennen gehört zu den Geschäftstätigkeiten.

Im Dezember 2012 wurde die Tochterfirma Rathenower Netz GmbH gegründet. Die RNG versorgt die Stadt Rathenow seit dem Jahreswechsel 2013/2014 verlässlich mit Erdgas.

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